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Fogelvrei-Märkte - Zulassungsbedingungen
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Autor:  hopi [ Fr 3. Apr 2009, 11:12 ]
Betreff des Beitrags:  Fogelvrei-Märkte - Zulassungsbedingungen

Nach einigem Hin und Her ist es mir jetzt gelungen herauszufinden, welche Kriterien bei Fogelvrei an Heerlager angelegt werden. Hier die Kopie eines entsprechenden Dokuments:

Qualitätsmanagement / Qualitätskriterien

BRAINSTORMING „Tu es“ ----------- „Lass es“
empirische/emotionale Messbarkeit ?? keine Aggressionen/Feindbilder
schaffen
DO’s.....................................................................................DONT’s
- Regularien einhalten..............................................................- Alexzelte
- historisches Essgeschirr.........................................................- Kostüme
- Identifikation eines Zeitraums.................................................- Plastik
- Zuverlässigkeit.....................................................................- Strohballen
- Lernbereitschaft...................................................................- neuzeitliche Dinge
- Verbesserungsbereitschaft.....................................................- sichtbares Rauchen
- Mitverantwortung.................................................................- Kämpfen im angetrunkenen Zustand
- Aufmerksamkeit....................................................................- Weitergabe von Halbwissen
- Kommunikationspflicht............................................................- Baumarktböcke
- Mindestmaß an Idealismus.......................................................- Tapeziertische
- Kooperationswille/~fähigkeit mit VA
- Beteiligung an gemeinsamen Aufgaben und Aktionen
- Anachronismen gut tarnen
- Toleranz


...


An anderer Stelle in dem Fogelvrei-Forum habe ich noch die Information gefunden, dass es durchaus möglich ist, auch mit einem Heerlager mit "Alex-Zelten" (das ist eine Art Sammelbegriff für den auch von uns verwendeten Rundzelt-Typus) teilzunehmen, wenn man Anfänger mit der Bereitschaft zur Weiterentwicklung ist und einen Standplatz "in zweiter Reihe" akzeptiert.
Die Bereitschaft zur Weiterentwicklung müsste sich dann aber bereits im folgenden Jahr deutlich dokumentieren lassen.

Abseits der etlichen "DON'Ts", die wir dafür abarbeiten müssten, sollten wir uns wohl auch generell fragen, ob wir als Gruppe das geforderte "Mindestmaß an Idealismus" und etliche andere der gewünschten "DOs" aufzubringen bereit sind...

Aktuelle ANMERKUNG (15.09.2009): Nach Aussage von Hinrich von der IG-Heerlager der Fogelvreien (siehe auch weiter unten) sind die obigen Angaben längst nicht mehr aktuell.

Autor:  Anzeige [ Fr 3. Apr 2009, 11:12 ]
Betreff des Beitrags: 


Autor:  hopi [ Mi 16. Sep 2009, 14:02 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Fogelvrei-Märkte - Zulassungsbedingungen

Nach einem gut gemeinten Hinweis von Hinrich von der Heerlager-IG der Fogelvreien aktualisiere ich das hier mal.

Ich bin da mal so dreist und gebe hier die Aussagen von Hinrich im Wortlaut wieder:

Die GO's und NoGO's sind längst überholt und der Standard ist auch längst nicht so
hoch, als das ihr den nicht schaffen könntet.
Die IG und Johannes wollen niemanden ausgrenzen, aber die Märkte sind dort so
überbucht, das Johannes die Chance wahrnehmen möchte, dieses in Qualität statt
Quantität umzustrukturieren.
Dadurch unterscheidet sich Fogelvrei von Hiller und das ganz stark. Das ist gewollt.
Ich komme mal zu den absoluten NoGO's:
1. offene Bierzeltgarnituren
2. Tapeziertische
3. ...?

Unerwünschtes (Aber durchaus nicht verbotenes):
1. Alexzelte (dürfen aber in "hinterer Reihe" weiterhin aufgebaut werden)
2. Steckstühle (in Maßen erlaubt, nur wenn es nichts anderes gibt, dann nicht)
3. Baumarktböcke (mit Metallscharnieren und gut sichtbar. mit Lederscharnieren
oder modifizierten Beschlägen kein Problem!)
4. Strohballen als Sitzgelegenheit (Weil zu teuer. In geringen Mengen, für Einsteiger
aber immer machbar!)

Entscheident für eine Zulassung ist das Gesamtbild. Und ein vielleicht vorhandener
Leumund,....

Das Zeug, was da in eurem Forum steht, ist fast 6 jahre alt und hat mit dem
heutigen Stand nichts mehr zu tun.
Fogelvrei ist kommerziell und nicht museal.

Und als ich die Bilder und euer Lager in Natur, in Stedesdorf gesehen habe,
sah ich nichts, was nicht Fogelvrei-tauglich ist!



Ich habe Hinrich darauf aufmerksam gemacht, dass der sechs Jahre alte Text noch vor einem Jahr (wenn ich da oben auf das Datum schaue, dann war es sogar nur ein halbes Jahr) so im eigenen Forum von Fogelvrei zu lesen war und es sich für uns so darstellte, dass dies die nach wie vor gültigen Maßstäbe sind.

Aber es ist ja doch schön zu hören, dass wir uns auch mit unserem gegenwärtigen Status Quo bei Fogelvrei Chancen ausrechnen könnten - auch wenn ich persönlich nicht finde, dass wir wirklich schon soweit sind.

Autor:  Björn [ Fr 16. Okt 2009, 07:44 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Fogelvrei-Märkte - Zulassungsbedingungen

Ohne Steckstühle und Strohballen haben dann alle die netten Eigenbaubänke di in der Form dann jeder hat! :lol: Schönes Einheitslager *g*

Autor:  Diana [ Do 4. Feb 2010, 14:16 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Fogelvrei-Märkte - Zulassungsbedingungen

Aber sind denn nicht einigermaßen belegbare Steckmöbel schöner, als eine absolut nicht mittelalterliche Stechstuhlflut? Die hat doch (zumindest bei Hiller) auch jeder Zweite...

Das mit den Strohballen ist verständlich, die müssen her- und wieder wegtransportiert werden, und man muss drauf bauen, dass die Teilnehmer diese nicht auseinander pflücken.

Wir stehen auch mit denen in Kontakt, und es ist so, dass neue Lager auch mit Alexzelten eine Chance bekommen. Wenn sich allerdings im Laufe der Zeit keine "Verbesserung" zeigt, kann es auch sein, dass man irgendwann nicht mehr zugelassen wird. Es wird halt schon Wert darauf gelegt, das Ganze ans Mittelalter anzulehnen (was bei MPS anders ist). Das hebt die Qualität, was ich absolut in Ordnung finde.

Autor:  Björn [ Fr 5. Feb 2010, 10:54 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Fogelvrei-Märkte - Zulassungsbedingungen

Bei den Zelten kommts drauf an wie penibel die das sind.

Wenn es darin ausartet das sie am Ende nur noch Ritterzelte und Wikizelte haben wollen finde ich es auch lachhaft... wie gesagt WENN!

Autor:  Diana [ Fr 5. Feb 2010, 11:21 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Fogelvrei-Märkte - Zulassungsbedingungen

Es geht denen wohl darum, dass dort Zelte stehen, die fürs Mittelalter einigermaßen nachweisbar sind. Es gibt ja nicht nur Ritter- und Wikizelte´;-)

Die Alexdinger sind es jedenfalls nicht mit ihren Reißverschlüssen und Plastikumrandungen untenrum, und ich finde es gut, dass sich auch mal ein Veranstalter um eine richtigere Optik bemüht. Denn wenn man sich das Wort "Mittelalter" aufs Etikett schreibt, sollte man auch sehen, dass es beim Mittelalter bleibt und nicht Richtung Fantasy driftet, dafür gibts dann ja andere VA´s die man besuchen kann.
(Bei Zelten lohnt es sich übrigens, eine Mark mehr für bessere Optik und 1000 Mal bessere Qualität auszugeben, hab ich festgestellt).

Fogelvrei hat halt, was das angeht einen höheren Standard als Hiller. Das muss ja nicht verwerflich sein, wenn man das nicht mag (oder kein Interesse an einer etwas fundierteren Darstellung hat), geht man eben nicht hin. Ich finde das keinesfalls lachhaft! Es gibt nunmal Veranstaltungen, da ist sowas wichtig. Und Fogelvrei ist da noch suuuperlocker, glaub mir!

Es gibt ja reichlich Veranstalter, die z.B. die Alexzelte ohne Probleme zulassen und denen es auch egal ist, ob ein Lager sich weiterentwickelt oder nur rein aus Spaß an der Freud dort lagert.



www.moorraben.de

Autor:  Diana [ Fr 5. Feb 2010, 11:27 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Fogelvrei-Märkte - Zulassungsbedingungen

Man muss ja auch immer bedenken: was mache ich, bzw. wo will ich mit meinem Hobby hin? Für verschieden Ansprüche gibt es dann verschiedene Veranstaltungen. Wäre ja langweilig, wenn alles gleich wäre :D



www.moorraben.de

Autor:  Björn [ Fr 5. Feb 2010, 13:32 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Fogelvrei-Märkte - Zulassungsbedingungen

Ja wir machen es alles nur aus Hobby

A-Zelte sind ne klasse Sache nur wenn die bei 500 Euro anfangen kann sich das nicht jeder leisten! Zumal nicht mal mehr die netten Kothen und Jurten zugelassen werden, ebenso russisches Militär nicht und auch kein Eigenbau weils ja nicht nachgewiesen ist.

Ich mein damit sicher nicht nur Vogelfrey aber über kurz oder lang müsste es vernünftige Alternativen geben zu einem Lager wo jeder 5000 Euro in eine 100% nachgewiesene A-Ausrüstung investieren muss, ich mein das ist ja kein Geldelite-Hobby

Autor:  hopi [ Fr 5. Feb 2010, 14:02 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Fogelvrei-Märkte - Zulassungsbedingungen

Björn hat geschrieben:
Ich mein damit sicher nicht nur Vogelfrey aber über kurz oder lang müsste es vernünftige Alternativen geben zu einem Lager wo jeder 5000 Euro in eine 100% nachgewiesene A-Ausrüstung investieren muss, ich mein das ist ja kein Geldelite-Hobby


Na ja, gibt es doch: Hiller eben. ;)

Über kurz oder lang ist "A" entweder eine Geldfrage oder ein "Elite-Hobby" für gute Bastler. Wer die Zeit hat und sich darauf versteht, nach historischen Vorlagen und Bauanleitungen - siehe im Bastelbereich dieses Forums, da hab ich auch mal was über Zelte reingestellt - Sachen selber anzufertigen, kann sicher auch Geld sparen.

"A für billig" gibt es halt nicht, aber das finde ich eigentlich auch gar nicht so verkehrt. Wenn ich einen gewissen Anspruch an mich, mein Hobby und vor allem an meine "Informiertheit" stelle, dann will ich auch nicht, dass sich das jeder Hansel beim "MittelAldi" für 99 Euro zusammenkaufen kann, so dass das genauso "A" aussieht.

Sicher gibt es zwischen den beiden Extremen - viel Geld und Arbeit für "A" oder "A für lau" - noch Abstufungen, auch finanziell. Aber das ist wie mit dem Autofahren: Nur weil ich mir keinen Daimler leisten kann, muss ich ja nicht auf das Autofahren verzichten. ;)

Autor:  Diana [ Fr 5. Feb 2010, 15:06 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Fogelvrei-Märkte - Zulassungsbedingungen

Je mehr man selber machen kann, desto weniger Geld muss man für das große böse "A" ausgeben. Gerade in Sachen Kleidung muss man diese sogar selber machen, weil es absolut keinen Shop gibt, wo man soetwas kaufen kann, weil es so viele regionale und Zeitliche Unterschiede gibt, dass sie kein Shop anbieten kann.
Meine persönliche Meinung dazu ist: es ist im Endeffekt günstiger und qualitativ wesentlich (!) hochwertiger (mal abgesehen von schöner), sich seine Kleidung mit wirklich guten Stoffen selbst zu nähen (das kann jeder, man muss sich nur Mühe geben), als diese völlig überteuert bei LC zu kaufen. Denn sein wir ehrlich: LC hat rein gar nichts mit Mittelalter zu tun!

Ja, die Zelte sind teuer. Nein, sie gehen nicht erst bei 500 € los, das ist falsch.
Ich habe lange für mein Zelt gespart, aber ich muss sagen, es sieht nicht nur gut aus, es ist auch um Welten besser gearbetet als diese Massenalexware. Ich sag Massenware, weil die Zelte, die Du (Björn) ansprichst, Einzelanfertigungen sind. Und da ich weiß, was für eine Affenarbeit das ist, soetwas herzustellen, lass Dir gesagt sein: das ist wirklich nicht viel Geld. Da muss man eben etwas länger sparen, aber es lohnt sich!!!

Wenn man also nicht bereit ist, sich mit der tatsächlichen Geschichte auseinanderzusetzen, sondern nur mal ambientig zeltem möchte, muss man eben zu Hiller gehen. Ist man bereit, sich da zu steigern, kann man auch zu Fogelvrei gehen (womit wir wieder beim Thema wären). Es geht hier auch um optische Qualität, die sicher nicht ganz billig ist, aber die man für kleines Geld durch Eigenbau und -herstellung problemlos erreichen kann (wie Holger ja sagt).

Keiner Spricht hier vom 100% "A" , das sind wieder ganz andere Veranstaltungen, wo du ohne pflanzengefärbte und von Hand genähte Klamotte gar nicht erst auf den Platz kommst. Und gerade bei diesen Veranstaltungen lernst Du wirklich was übers Mittelalter! Und diese Leute machen es auch nur als Hobby. Der kleine feine Unterschied: sie geben sich richtig Mühe. Sowohl mit der Recherche (um zu wissen, wie´s wirklich war), als auch mit der Herstellung. Das ist richtig gute Handarbeit! Und da merkt man mal, was es heißt, wenn Du im Mittelalter ein neues Kleidungsstück brauchtest. Nix von wegen www-irgendwaskaufen-de, sondern eine mühsame Herstellung, auf dessen Ergebnis man am Ende zu Recht sehr stolz sein kann. Das dauert lange, man braucht Geduld, keine Frage (ich befinde mich selber gerade auf diesem Extremweg, aber es geht super *lach*), aber dann hat man eben nicht 5 Kleidungsstücke, sondern nur 2, die dafür aber wirklich was hermachen, auch wenns nur schlichte Sachen sind.

Also zu uns als Gruppe kann ich nur sagen: das wird (bis auf Rastede als Heimmarkt) unsere letzte Hillersaison, eben weil wir mit dem Anspruch dort nicht zufrieden sind (eigntlich nie wirklich waren). Wir werden mal Fogelvrei testen, und ich kann dann ja mal berichten, welche Unterschiede es so gibt und was gut oder nicht gut war :)

Es sei noch gesagt, dass ja gottseidank jeder selber entscheiden kann, wo er hingeht, aber man muss Veranstaltungen nicht schlecht reden, nur weil man dem dort vorherrschenden Anspruch nicht erfüllen kann oder will.



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